Umstellung auf Barhuf - Barhufpflege Ralph Klust

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Umstellung auf Barhuf

Es wurde noch nie ein Pferd mit Eisen geboren.
Über die „Umstellung“ zum Barhuf wird zu viel Aufsehen gemacht. Bezeichnenderweise nicht beim Umstellen auf Beschlag, obwohl dies für das Pferd den weitaus größeren Eingriff darstellt. Stellen sie sich vor, sie hätten plötzlich Schuhsohlen aus Holz, man gewöhnt sich zwar daran, aber es ist doch ziemlich... „anders“.
 
  • Bei vier von fünf Pferden stellt die Umstellung auf Barhuf kein Problem dar, wenn mit Umsicht vorgegangen wird und die folgenden Grundsätze beachtet werden.
  • Damit genügend Tragerand vorhanden ist, sollte der letzte Beschlagstermin mindestens 6 Wochen zurückliegen.
  • Die meist schwach und spröde gewordene Hufwand muss geschont werden, die Nägel werden einzeln gezogen und nicht wie üblich das ganze Hufeisen „runter gerissen“.
  • Die Sohle sorgfältig vom Zerfallshorn reinigen. Wichtig ist das Zurückschneiden der Eckstreben auf Sohlenniveau und das Reinigen der Trachtenecken. Ansonsten kann evtl. Fäulnis im Blättchenhorn übersehen werden.
  • Umsichtiges Kürzen der Tragewand, ca.2- 3mm müssen unbedingt erhalten bleiben. Belässt man sie zu lang, kann sie ausbrechen. Ist sie zu kurz, muss die dafür nicht konstruierte Sohle das Pferdegewicht tragen.

Das größte Hindernis zum guten Gelingen der Umstellung ist nicht das Pferd, sondern meist der Besitzer, da er sich oft erst zur Eisenabnahme entscheidet, wenn der Huf schon schwer beschädigt ist. Hat Ihr Pferd durch langjährigen Beschlag völlig aus der Form gewachsene Hufe, oder Hufwände von so schlechter Hornqualität, dass sie das Pferdegewicht nicht mehr zu tragen vermögen, so haben Sie nicht einfach ein Pferd mit schlechten Hufen, sondern ein invalides Pferd! Bei einem Sehnenschaden nimmt sich der Reiter ohne weiteres ein Jahr Zeit zur Genesung des Tieres. Von einem Pferd mit „kaputten Füssen“ wird aber oft aus Unverstand oder purem Egoismus tägliche Präsenz verlangt!

Invaliden brauchen Zeit für die Genesung!
 
  • Das Entscheidende für gutes Gelingen ist die Bodenbeschaffenheit! Man kann jedem Pferd die Eisen abnehmen, aber nicht immer!
  • Völlig ungeeignet ist gegossener Beton, Pflastersteine, Betonrasengittersteine (zu starker Abrieb)
  • Geeignet ist möglichst dämpfender, weicher, sauberer und trockener (Urin!) Boden wie Sand, Weide, Schnitzel auf Unterbau, Gummi...
  • Je hygienischer und trockener der Boden, desto widerstandsfähiger wird das Horn.
  • Eine saubere Box ist einem Beton- oder unhygienischem Matschauslauf immer vorzuziehen!
  • Das Hufhorn erhält seine Elastizität von innen. Vom Hufe „wässern“ ist zwingend abzuraten. Das Horn wird durch das anschließende Verdunsten „aufgeschwemmt“ und spröder.
  • Fette, Öle etc. sind gut für den Verkäufer. Dem Huf schaden sie nicht (es sei denn es wird auf die Sohle aufgetragen), es kann aber auch kein positiver Einfluss auf die Hornqualität nachgewiesen werden.
 
Die beste Zeit zur Eisenabnahme ist das Frühjahr, mindestens sechs Wochen nach dem letzten Beschlagstermin, wenn die Frostperiode vorbei ist.
Nachteilig ist die Eisenabnahme im Spätherbst oder Winter, da der Huf im Winter eher weniger Horn produziert. Es besteht das Risiko, dass die vorher weiche Koppel oder Auslauf über Nacht zur knallhart gefrorenen Mondlandschaft wird. Diese hartgefrorenen, hügeligen Böden sind eine Tortur, selbst für gesunde Pferde und unerträglich für degenerierte Hufen mit schwachen Trägerrändern und empfindlichen Sohlen.
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